Verfahrensbeistand -Anwalt des Kindes - ablehnen-entpflichten-entlassen
Der Verfahrensbeistand kann weder wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt werden, noch ist er weisungsgebunden. Er kann jedoch bei Zweifeln an seiner Eignung abberufen werden.
Kindesentführung durch Elternteil. Rückführung nach dem Haager Kindesentführungsübereinkommen -HKÜ-
Mutter oder Vater entführen, verschwinden oder entziehen ohne Zustimmung ihr Kind ins Ausland. Ein Antrag auf Rückführung durch den Rechtsanwalt wird nötig. Das dauert und der Ablauf ist schwierig. Das Haager Kindesentführungsübereinkommen -HKÜ- hilft. Bei besonders hochstrittiger Trennung kommt es immer wieder vor, dass Kinder von einem Elternteil absprachewidrig ins Ausland verbracht oder nach Deutschland umgesiedelt werden. Vielfach besteht dieses Phänomen bei gemischtnationalen Ehen. Aber auch in Fällen, in denen beide Elternteile zuvor noch gemeinschaftlich im Ausland gelebt haben, kommt es zu internationalen Verwicklungen.
Umgang und Sorgerecht bei Auftreten des Coronavirus
Uns erreichen derzeit viele Anfragen zum Thema Umgang und Sorgerecht in Zeiten des Corona-Virus. Die Verunsicherung ist verständlicherweise groß. Rechtsprechung zum Thema Umgangsrecht/Sorgerecht in Zeiten einer Pandemie gibt es in Deutschland bisher nicht.
Umgangsrecht und Sorgerecht -Die erfolgreiche Betreuung im paritätischen Wechselmodell-
Als Rechtsanwälte für Scheidung, Sorgerecht und Umgangsrecht aus Hannover haben wir eine Kindesmutter vertreten, welche im Ursprungsverfahren die überwiegende Betreuung ihres Sohnes unverschuldet verloren hatte. Die Begründung für diese gerichtliche Maßnahme erschien nicht nachvollziehbar. Sie war aus unserer Sicht der Positionierung der Verfahrensbeteiligten zugunsten des anderen Elternteils geschuldet. Kindliche Bedürfnisse spielten dabei keine tragende Rolle.
Das Wechselmodell im Umgangsrecht- Erfahrungen, Vor- und Nachteile
Als Rechtsanwalt für Scheidung, Sorgerecht und Umgangsrecht aus Hannover möchte ich das Wechselmodell näher darstellen. Von einem sogenannten Wechselmodell spricht man, wenn bei keinem der Elternteile der Schwerpunkt der Betreuung des minderjährigen Kindes angesiedelt ist. Die tatsächliche Förderung und Fürsorge für das Kind wird von den Eltern abwechselnd zu gleichen Teilen wahrgenommen.
Aufenthaltsbestimmungsrecht -Erfolgreiche Übertragung des Sorgerechts bei Wohnortwechsel aus beruflichen Gründen
Als Rechtsanwalt für Scheidung, Sorgerecht und Umgangsrecht aus Hannover stellt sich mir immer wieder die Frage, unter welchen Voraussetzungen die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf ein Elternteil möglich ist. Die intensive Prüfung des Einzelfalls ist dabei oberstes Gebot. Wir haben einer Kindesmutter zum Umzug mit ihrem Kind in ein anderes Bundesland verholfen.
Vom Wechselmodell zum Residenzmodell
Als Rechtsanwalt für Scheidung, Sorgerecht und Umgangsrecht aus Hannover stelle ich fest, dass das Wechselmodell in aller Munde ist und von vielen als Modell der Zukunft gesehen wird. Fragwürdig erscheint jedoch, ob diese Modell auch generell im Sinne der betroffenen Kinder ist, oder ob es nicht in erster Linie zur Durchsetzung von Elternrechten dient. In unserem aktuellen Fall jedenfalls äußerte das Kind Vorbehalte, weil es aus seiner Sicht kein richtiges Zuhause wie andere Kinder habe. Aber auch andere Aspekte führten vorliegend dazu, dass das Wechselmodell dem Residenzmodell weichen musste. Die Gründe sind auf eine Vielzahl von sorgerechtlichen Verfahren übertragbar.
Verfassungsbeschwerde zur Zulässigkeit von körperlicher Gewaltanwendung gegen Kinder bei der Durchsetzung eines Sorgerechtsbeschlusses eingereicht
Wir haben im Namen eines Verfahrensbeistands und einer Kindesmutter Verfassungsbeschwerde erhoben. Wir mussten uns dabei mit der Frage auseinanderzusetzen, unter welchen Voraussetzungen es rechtlich zulässig ist, den Aufenthaltswechsel eines Kindes von einem Elternteil zum anderen durch gerichtlichen Beschluss zu beschließen und zur Durchsetzung einer solchen Entscheidung staatliche Gewalt gegen die betroffenen Kinder anzuwenden.
Neuaufnahme führt zu Heimentlassung
Erfolgreiche Vertretung in einem Verfahren auf Rückübertragung des Sorgerechts auf die Kindesmutter und Herausgabe eines Kindes aus dem Kinderheim.
Wie ist das Kindeswohl mit der Fremdunterbringung zu vereinbaren, oder wenn der Kindeswille nicht zählt.
Dieser Fall, den wir vor kurzem übernommen haben zeigt deutlich die erheblichen strukturellen Schwächen die einem immer wieder in kindschaftsrechtlichen Verfahren begegnen. Man kann sicherlich schon von einer Kindeswohlgefährdung durch das Familienrechtssystem sprechen.
Umgangsverweigerung: Nach Urteil des Oberlandesgerichts befindet sich eine Dreizehnjährige seit zwei Jahren im Heim.
Erneut beschäftigen wir uns mit einem Fall von Umgangsverweigerung und den für das Kind daraus resultierenden Folgen. Das Jugendamt hat vor mehr als zwei Jahren auf Veranlassung des OLG ein Kind aus dem Schulunterricht heraus und ohne Kenntnis der Mutter in Obhut genommen. Für mehr als zwei Monate bestand kein Kontakt zwischen beiden. Ein Verabschiedung war nicht möglich. Das Kind hat seine bisherigen sozialen Kontakte verloren und musste die Schule verlassen.
Nach Verfassungsbeschwerde hebt Gericht Entscheidung zu Sorgerechtsentzug auf. Heimunterbringung eines Kindes zur Durchsetzung des Umgangsrechts ist unverhältnismäßig.
Wir hatten im letzten Jahr über den Fall einer allein erziehenden Mutter aus Norddeutschland berichtet, der aufgrund der Tatsache, dass ihr Sohn den Umgang mit dem Kindesvater verweigerte das Sorgerecht entzogen worden war. Dieser Fall hat für unsere Mandantin und ihren Sohn jetzt eine erfreuliche Wendung genommen.
Umgangsrecht: Wenn das Kind nicht zum Vater will droht Sorgerechtsentzug.
Wenn ein Kind nach der Scheidung nicht zum Vater möchte heißt es schnell die Mutter verweigert den Umgang. Das Amtsgericht hat einer alleinerziehenden Mutter in einem solchen Fall das Sorgerecht für Ihre Kinder entzogen und auf eine Rechtsanwältin als Pflegerin übertragen.