„Setzen Sie beim Streit ums Sorgerecht auf
Profis, die etwas davon verstehen.“
Das Jugendamt hat im Rahmen einer Maßnahme nach § 8a SGB VIII zwei Kinder in seine Obhut genommen und in einem Heim untergebracht. Sowohl Vater als auch Mutter sind nach Auffassung der Jugendamtsmitarbeiter nicht erziehungsgeeignet. Zu dieser Auffassung gelangt auch ein vom Amtsgericht eingeholtes psychiatrisches Sachverständigengutachten.
Wenn ein Kind nach der Scheidung nicht zum Vater möchte heißt es schnell die Mutter verweigert den Umgang. Das Amtsgericht hat einer alleinerziehenden Mutter in einem solchen Fall das Sorgerecht für Ihre Kinder entzogen und auf eine Rechtsanwältin als Pflegerin übertragen.
In diesem Verfahren hatte ein Jugendamt aus der Region Hannover den betroffenen Eltern deren zwei Kinder ohne Vorwarnung weggenommen und in einem Kinderheim untergebracht. Zunächst das Amtsgericht und anschließend das OLG Celle bestätigten jeweils die Kindesherausnahme und sahen eine Kindeswohlgefährdung als gegeben an.
Dieser Fall zeigt, wie schnell es zu einem von Amtswegen eingeleiteten Sorgerechtsverfahren kommen kann. Die Kindemutter hatte vom Kindesvater Gewalt erfahren und müsste dann selbst um Ihr Sorgerecht bangen.
Dieser Fall verdeutlicht einmal mehr, wie oft Umgangsrechtsstreitigkeiten zwischen den Eltern dazu führen können, dass demjenigen Elternteil, der sich gegen Umgangskontakte wendet, das Sorgerecht entzogen wird und Kinder in staatlichen Einrichtungen untergebracht werden. Dabei spielt es oft auch keine Rolle aus welchen Gründen der betreffende Elternteil sich gegen Umgangskontakte wendet.